Das rechteckige Spielfeld ist 13,40 m lang und 6,10
m breit. In der Mitte wird es durch ein Netz (mit einer Höhe von 1,55 m an den
Seiten und 1,524 m in der Mitte) in zwei Spielhälften geteilt. Die Netzpfosten
werden auf den Seitenlinien des Doppelfelds positioniert.
Doppel und Mixed:
Grundlinie und Doppel-Seitenlinie begrenzen das
Spielfeld (volle Größe). Das sog. Aufschlagfeld, in das der Ball beim Aufschlag
gespielt werden muss, wird begrenzt durch Mittellinie, hintere
Doppel-Aufschlaglinie und Doppel-Seitenlinie.
Einzel:
Einzel-Seitenlinie und Grundlinie begrenzen das
Einzel-Spielfeld. Das Aufschlagfeld wird begrenzt durch Mittellinie, Grundlinie,
und Einzel-Seitenlinie.
Die kontrastreichen Linien (meist gelb oder weiß)
haben eine Breite von 40 mm und sind Teil des Spielfelds. Eine Halle gilt (laut
dem Deutschen Badmintonverband) unter einer Höhe von 5 m als unbespielbar und
erst ab einer Höhe von 9 m uneingeschränkt bespielbar.
Der Spielball darf aus natürlichen und/oder künstlichen Materialien bestehen
und sollte (unabhängig von den verwendeten Materialien) den typischen
Flugeigenschaften eines Naturfederballs mit Korkbasis entsprechen. Die Basis ist
mit einer Lederschicht überzogen.
Der Federball hat 16 an der Basis befestigte Federn und ein Gewicht zwischen
4,74 g und 5,50 g. Beim synthetischen Ball werden lediglich die Federn ersetzt,
entspricht aber sonst dem eines natürlichen Federballs (10% Abweichung von Maße
und Gewicht werden toleriert).
Um die Geschwindigkeit des Balles zu testen, wird ein voller Unterhandschlag
von der Grundlinie aus entlang der Seitenlinie ausgeführt. Die Geschwindigkeit
gilt als korrekt, wenn der Ball in einem Bereich landet, der zwischen 53 cm und
99 cm von der gegenüberliegenden Grundlinie entfernt liegt. Bei einigen Feldern
sind speziell dafür vorgesehene Markierungen vorhanden. Fehlen diese, lässt sich
dieser Bereich näherungsweise durch eine Schlägerkopfbreite ober- sowie
unterhalb der Doppelaufschlaglinie bestimmen.
Der Schläger darf nicht länger als 68 cm und nicht breiter als 23 cm sein.
Die Besaitung muss aus einem gleichmäßigen Muster von sich kreuzenden Saiten
bestehen. Doppelt eingezogene oder fehlende Saitenstränge sind unzulässig. Die
Länge der Längssaiten darf 28 cm und die der Quersaiten 22 cm nicht
überschreiten, kann aber gegebenenfalls in den Schlägerhals verlängert werden.
Vor Beginn des Spiels wird per Los entschieden, welche Seite sich eine der
beiden folgenden Möglichkeiten auswählen darf:
- Wahl des Aufschlag- bzw. Rückschlagrechts, oder
- Wahl der Spielfeldseite
Der Verlierer der Wahl entscheidet danach die noch verbliebene Möglichkeit.
Ein Spiel ist beendet, wenn eine Seite zwei Sätze gewonnen hat. Ein Satz ist
von der Seite gewonnen, welche zuerst 21 Punkte erreicht hat. Ausnahme: 1) Ab
einem Spielstand von 20:20 muss ein Vorsprung von zwei Punkten herausgespielt
werden. 2) Beim Stande von 29:29 gewinnt die Seite den Satz, welche den nächsten
Punkt gewinnt. Das bedeudet, dass nach dem 30. Punkt der Satz auf jeden Fall
beendet ist.
Die Seite, welche einen Ballwechsel gewinnt, erhält den Punkt.
Eine Seite gewinnt den Ballwechsel, wenn der Gegner einen Fehler macht oder der
Ball den Boden des gegnerischen Spielfelds berührt. Die Seite, die einen Satz
gewinnt, hat Aufschlagrecht im nächsten Satz.
Die Spielfeldseite wird nach jedem Satz und in einem möglichen dritten Satz,
wenn die führende Spielpartei 11 Punkte erreicht hat, gewechselt. Wird ein
Versäumnis dieses Wechsels bemerkt, hat der Seitenwechsel unmittelbar (nicht
während des Ballwechsels) zu erfolgen. Der bisherige Spielstand bleibt bestehen.
Während eines korrekten Aufschlags müssen Auf- und Rückschläger innerhalb der
diagonal gegenüberliegenden Aufschlagfelder stehen, dürfen aber die
Begrenzungslinien nicht berühren. Ein Teil beider Füße des Auf- und
Rückschlägers müssen während der gesamten Aufschlagbewegung Bodenkontakt haben.
Sind die Spieler zum Aufschlag bereit, gilt jede Vorwärtsbewegung des
Schlägerkopfes des Aufschlägers als Aufschlagbeginn. Wird der Ball dabei
berührt, gilt der Aufschlag als ausgeführt. In dem Moment, wenn der Aufschläger
den Ball trifft, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Der Schläger muss die Basis des Balles zuerst treffen.
- Der gesamte Ball muss sich unterhalb der Taille – also unterhalb der
untersten Rippe – des Aufschlägers befinden.
- Der Schlägerschaft muss abwärts gerichtet sein.
Die Aufschlagbewegung darf nicht verlangsamt oder sogar abgestoppt werden.
Der Ball muss zunächst eine Aufwärtsbewegung beschreiben. Wird beim Aufschlag
der Ball nicht getroffen, liegt ein Fehler vor. Im Doppelspiel darf der Partner
jede Position innerhalb des eigenen Spielfelds einnehmen, solange die Sicht des
Auf- und Rückschlägers nicht behindert werden.
Der Aufschlag wird vom rechten Aufschlagfeld ausgeführt, wenn der Aufschläger
einen geraden Punktestand hat ("0" eingeschlossen). Entsprechend wird bei einem
ungeraden Punktestand von links aufgeschlagen.
Während des Ballwechsels wird
der Ball abwechselnd vom Auf- und Rückschläger solange geschlagen, bis der Ball
nicht mehr im Spiel ist. Gewinnt der Aufschläger einen Ballwechsel, erhält
dieser einen Punkt. Er behält das Aufschlagrecht und führt den nächsten
Aufschlag vom anderen Aufschlagfeld aus. Sollte der Rückschläger den Ballwechsel
gewinnen, erhält dieser den Punkt und das Aufschlagrecht.
Ein Spieler der aufschlagenden Seite führt den Aufschlag vom rechten
Aufschlagfeld aus, wenn diese Seite einen geraden Punktestand hat ("0"
eingeschlossen). Entsprechend schlägt ein Spieler der aufschlagenden Seite bei
einem ungeraden Punktestand von links auf. Der Spieler der rückschlagenden
Seite, welcher zuletzt aufgeschlagen hat, behält seine Positionen bei. Sein
Mitspieler nimmt die jeweils andere Position ein. Der dem Aufschläger diagonal
gegenüber zu stehende Spieler ist automatisch der Rückschläger. Nach einem
Punktgewinn der aufschlagenden Seite muss diese die Aufschlagposition wechseln.
Der Aufschlag wird vom dem Aufschlagfeld ausgeführt, wie es dem Punktestand der
aufschlagenden Seite entspricht.
Sobald der Aufschlag zurückgeschlagen
wurde, kann der Ball von einem beliebigen Spieler von jeder Position der
jeweiligen Spielfeldseite aus geschlagen werden, solange der Ball im Spiel ist.
Gewinnt die aufschlagende Seite den Ballwechsel, erhalten sie einen Punkt. Der
Aufschläger schlägt anschließend erneut von der anderen Seite auf. Gewinnt die
rückschlagende Seite den Ballwechsel, so erhalten sie den Punkt und das
Aufschlagrecht.
Das Aufschlagrecht wechselt...
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vom anfänglichen Aufschläger, der den Satz vom rechten Aufschlagfeld
aus eröffnet... |
| >>> |
über zum Mitspieler des anfänglichen Rückschlägers, der seinen ersten
Aufschlag vom linken Aufschlagfeld ausführt, ... |
| >>> |
über zum Mitspieler des anfänglichen Aufschlägers... |
| >>> |
über zum anfänglichen Rückschläger... |
| >>> |
über zum anfänglichen Aufschläger, usw. |
Einem Spieler ist es nicht gestattet, außerhalb der Reihenfolge auf- oder
zurückzuschlagen, oder zweimal in Folge den Aufschlag zurückzuschlagen. Zu
Beginn des folgenden Satzes können alle Positionen neu festgelegt werden.
Es liegt genau dann ein Positionfehler beim Auf- bzw. Rückschlag vor, wenn
ein Spieler den Auf- bzw. Rückschlag außerhalb der Reihenfolge durchführt oder
vom falschen Auf- bzw. Rückschlagfeld auf- bzw. rückschlägt. Wird dieser Fehler
bemerkt, ist dieser zu beheben. Der Spielstand bleibt dabei bestehen!
Ein Fehler liegt vor,
- wenn der Aufschlag nicht korrekt ist.
- wenn der aufgeschlagenen Ball...
- ...sich am Netz verfängt und auf der Oberkante hängen bleibt.
- ...nach Überfliegen des Netzes im Netz hängen bleibt.
- ...vom Mitspieler des Rückschläger gespielt wird.
- wenn der Ball
während des Ballwechsels...
- ...nicht auf oder innerhalb der Begrenzungslinien fällt.
- ...unter oder durch – also nicht über – das Netz fliegt.
- ...die Decke oder die Seitenwände berührt.
Ausnahme: Nur bei
einer lichten Höhe unterhalb von 9 m ist der Aufschlag zu wiederholen, wenn er
Ball dabei die Decke bzw. Deckenkonstruktion berührt.
- ...den Spieler oder seine Kleidung berührt.
- ...einen Gegenstand oder eine Persons außerhalb des Spielfeldes
berührt.
Ausnahme: Eine Wiederholung ist zu geben, wenn der Ball
einen aus der Decke herausragenden Gegenstand (Lampe, Lautsprecher,
Sportgeräte, u. Ä.) unterhalb von 9 m über dem Spielfeld berührt (Teile der
Deckenkonstruktion, wie z.B. Dachträger zählen nicht dazu). Es liegt zwar kein
Fehler vor, wenn der Ball ohne Berührung durch solche Gegenstände
hindurchfliegt, allerdings sollte vor Beginn eines Wettkampfes geklärt werden,
ob in solchen Fällen bei Sichtbehinderung Wiederholung zu geben ist.
- ...mit dem Schäger aufgefangen oder angehalten und anschließend geschoben
oder geschleudert wird.
- ...von einer Seite zweimal geschlagen wird (also entweder zweimal
hintereinander durch einen Spieler oder einmal durch den Spieler und
anschließend durch dessen Mitspieler). Der Ball darf aber gleichzeitig
Besaitung und Schlägerrahmen in einem Schlag berühren.
- ...nach dem Schlag nicht in Richtung des gegenerischen Spielfeldes
fliegt.
- wenn ein Spieler während des Ballwechsels...
- ...das Netz mit seiner Haltevorrichtung in irgendeiner Form berührt
(ausser mit dem Ball).
- ...den Schläger über das Netz ins gegenerische Speilfeld
hält.
Ausnahme: Ein Ausschwingen über das Netz hinweg ist legitim,
wenn der Ball zuvor auf der eigenen Spielfeldseite berührt wurde.
- ...den Gegener dadurch behindert oder ablenkt, indem er selbst oder mit
seinem Schläger unter das Netz hindurch in das gegenerische Spielfeld gerät.
- ...den Gegener bei einem zulässigen Schlag beim Ausschwingen über das Netz
hinweg hindert.
- ...seinen Gegner vorsätzlich durch irgendwelche Handlungen wie Rufen oder
Gebärden stört oder ablenkt.
In folgenden Fällen wird Wiederholung gegeben:
- Der Rückschläger ist während des Aufschlags nicht bereit.
- Auf- und Rückschläger begehen gleichzeitig einen Fehler.
- Der Ball verfängt sich nach einem Rückschlag im Netz und bleibt auf der
Oberkante hängen.
- Der Ball bleibt nach einem Rückschlag nach Überfliegen des Netzes im Netz
hängen bleibt.
- Der Federball fliegt während des Ballwechsels auseinander.
- Es geschieht ein unvorhergesehenes oder unbeabsichtigtes Ereignis.
- Der Ball trifft einen über dem Spielfeld unterhalb von 9 Meter hängenden
Gegenstand.
Der Ball ist nicht mehr im Spiel, wenn...
- ...er den Boden des Spielfeldes berührt.
- ...ein Fehler vorliegt oder Wiederholung gegeben wird.
- ...er das Netz oder den Pfosten berührt und anschließend in Richtung Boden
der Spieldfeldseite des zuletzt geschlagenen Spielers fällt.